Sonntag, 27. November 2016

Einen schönen 1.Advent

wünsche ich Euch.


Dies ist ein kleiner Wichtel, den ich vor Jahren zusammen mit meinem Sohn nach einem Bastelbuch, dass ich schon längst nicht mehr habe und Euch daher leider auch nicht mehr nennen kann, gebastelt habe. Er hat die Grundform aus lufttrocknendem Ton gemacht und ihn rot angemalt. Ich habe das Gesicht aufgemalt und den Draht mit dem Glöckchen angebracht. 
Jedes Jahr bewundere ich die wechselnden Weihnachtsdekorationen, die neuen Farbschemen und so weiter. Oft denke ich darüber nach, ob ich mal wechseln sollte. Aber sobald ich die Weihnachtskiste hervorhole und Dinge wie diesen Wichtel hervorhole, weiß ich, dass ich das nicht machen werde.
Ich bleibe bei dem, was ich habe. Auch wenn ich mal was dazu kaufe und auch mal was weg kommt, weil es kaputt ist. Aber die Grundfarben bleiben. Weil die Dinge, die sich in der Weihnachtskiste angesammelt haben, eine Geschichte haben. Wir haben sie geschenkt bekommen, geerbt, sie wurden selbst gebastelt oder ganz gezielt gekauft.  Die Weihnachtszeit ist für mich eine Zeit, in der sich zeigt, wie wichtig Rituale und Erinnerungen sind, die sich eine Familie schafft, um zusammen zu wachsen. 
Daher ist dieser Wichtel meine Sunday Inspiration.

Birgit hat diese Woche in einem Post gefragt, ob Weihnachten stressig sein muss. Vor Jahren hatte ich eine Phase, zu der ich an jedem Weihnachten krank war. In dieser Zeit war meine Vorweihnachtszeit derart stressig, dass ich darüber krank wurde. Es war einfach zu viel und ich habe mich gefragt, wo ich für mich Druck herausnehmen kann. 
Seitdem backe ich nicht mehr Berge von unterschiedlichen Keksen. Es reicht mir vollkommen, irgendwann in der Adventszeit mal zu backen. 
Meine Weihnachtsdeko hat sich deutlich reduziert. Wer braucht schon Weihnachtsdeko auf der Gästetoilette? Ich jedenfalls nicht. 
Ich lege in diese Zeit keine Arzttermine, Autoinspektionstermine usw. Es sei denn, sie sind unbedingt notwendig. Es gibt noch ausreichend Termine, die einfach so von aussen kommen und die man wahrnehmen muss, wie zum Beispiel Weihnachtsfeiern.

Ich nehme mir aber Zeit für Dinge, die mir wichtig sind. Das ist zum Beispiel das Schreiben der Weihnachtskarten. Ich bin da ein wenig altmodisch. Ich schreibe gerne echte Karten, um meinen engsten Freunden zu zeigen, dass ich an sie denke. Dafür nehme ich mir gezielt ein paar Stunden Zeit. Allerdings habe ich die Anzahl der Karten, die ich schreibe, sehr reduziert. 

Stress entsteht vor allem durch die Ansprüche, die ich an mich selbst stelle oder durch Ansprüche von anderen, die ich meine, erfüllen zu müssen.
Oft sind die Ansprüche der anderen gar nicht so hoch wie man glaubt. Und wenn man übt, die eigenen Ansprüche etwas herunterzuschrauben, wird es einfacher. 
Ich backe also lieber zwei Bleche Kekse mit viel Spaß als nach dem zehnten Blech völlig fertig zu sein. Ich besuche nicht an jedem Wochenende einen Weihnachtsmarkt, sondern gehe lieber gezielt auf einen und geniesse das.

Ich wünsche Euch in diesem Sinne eine schöne und besinnliche Weihnachtszeit.

Herzliche Grüße
Steffi




Kommentare:

  1. Liebe Steffi,
    das Thema Stress kenne ich leider nur zu gut und dann auch noch gerade zur Weihnachtszeit, die ja eigentlich ruhig und besinnlich sein sollte. Da ist es wirklich das Beste, nicht mehr so viel zu machen, denn am Ende soll es doch Spaß machen.
    Der Wichtel ist Euch sehr gelungen, ich habe eine Schwäche für Wichtel.

    Ich wünsche Dir einen wundervollen 1. Advent und viele liebe Grüße
    Wolfgang

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    1. Lieber Wolfgang,
      Vielen Dank für das Wichtel-Kompliment.
      Ich wünsche Dir eine schöne Weihnachtszeit mit vielen ruhigen und besinnlichen Momenten.
      Herzliche Grüße
      Steffi

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  2. Liebe Steffi,
    ich mag den Wichtel! Super süß ist der geworden.
    Ich wünsche Dir ganz im Sinne Deines Postes eine besinnliche Adventszeit.
    Ganz liebe Grüße
    Frauke von Lüttes Blog

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  3. Liebe Steffi,
    der kleine Wichtel ist so süß ! Ich finde es toll, wie Du das handhabst. Es ist so herrlich, Dinge mit Geschichte auszupacken und sich wieder eine Weile daran zu erfreuen.

    Ich sehe es auch so, dass sich viele Menschen ganz viel Stress selber einbrocken. Hab ich früher durchaus auch gemacht. Meist merkt man gar nicht, dass man selber die Ansprüche so hoch geschraubt hat - und nicht die anderen. Insofern kann man es einfach lassen.

    Es ist so einfach im Grunde. Und wenn man die Adventszeit in Ruhe genießen kann freut man sich über die Termine, die noch übrig bleiben. Ich freue mich beispielsweise auf die Weihnachtsfeier mit den Kollegen und auf Weihnachtsmarktbesuche.

    Vielen Dank für die Verlinkung :-) !

    Liebe Grüße
    Birgit


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